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Dienstag, 16. November 2010

Kürbiscremesuppe

Kürbiscremesuppe

Zielgruppe für dieses Rezept:
Entweder bist Du ein erfahrener oder furchtloser Kochrezeptforscher.

Warnung:
Die Angaben in diesem Rezept sind aus meinen eigenen Experimenten hervorgegangen und das Nachmachen erfolgt auf eigene Gefahr. Bei liebevoller Zubereitung und empathischem Abschmecken kann es zu Zuneigungs- und Lobesbekundungen kommen.

Einkaufsliste:
Zutaten für 4 - 6 Personen ca. 600 g Kürbisfleisch, ohne Schale (oder Du nimmst einen Hokkaidokürbis, den kannst Du mit Schale verwenden) am besten einen steirischen!
Butter
Zwiebel, grob gewürfelt
Knoblauch, gehackt
700 ml Geflügelsuppe
1 großen Erdapfl (Kartoffel)

Gewürze zum Abschmecken:
Salz, Pfeffer, Muskatnuss (gerieben), Kreuzkümmel und oder Kümmel,
Crème fraîche
Zum Verfeinern der fertigen Suppe:
Sauerrahm oder geschlagene Sahne
Kürbiskernöl, evtl. Kürbiskerne

Zubereitung:
Zwiebel in einem großen Topf in der Butter anschwitzen. Den geschnittenen Kürbis, Erdapfel und Knoblauch zugeben und leicht anrösten (fürs Aroma). Mit der Gemüsesuppe aufgießen und den Kürbis weichkochen.
Wenn der Kürbis weich ist, den Topf vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann mit einem Mixstab oder ähnlichem pürieren. Gemüsesuppe oder Wasser zugeben je nach gewünschter Konsistenz.

Abschmecken mit den Gewürzen und Crème Fraìche beigeben.
Noch einmal kurz aufkochen lassen - fertig!

Zum Garnieren reiche man Sauerrahm, Kürbiskerne und Kürbiskernöl... ein paar Tropfen sind genug ;-)

Viel Spaß beim Experimentieren!

Freitag, 31. Oktober 2008

Allerheiligen, Allerseelen

Jedes Jahr zu Allerheiligen streben Menschen nach den Gräbern Ihrer Vorfahren und schmücken diese mit Kränzen und Gestecken aus herbstlichen Pflanzen in erdigen Farben.
Mir kommen dabei Erinnerungen an meine Kindheit hoch.
Mein Großvater hat Gestecke und Kränze hergestellt und verkauft.
Er war Gärtnermeister und ich erinnere mich daran, dass die ganze Familie zusammen kam um den Arbeitsaufwand zu bewältigen. Nicht immer angenehm, oft auch stressig in den Tagen vor Allerheiligen. Für meine Eltern und Tanten und Onkeln vor allem.
Manchmal durften wir Kinder mithelfen. Wir haben Kistchen aus Ästen gebaut... in meiner Erinnerung waren es hunderte. Haselruten in die richtige Länge schneiden, sortieren und dann mit Nagel und Hammer Kistchen daraus zu machen. Diese wurden dann mit Moos gefüllt in die dann kunstvoll das Herbstreisig gesteckt wurde.
Für die von uns hergestellten kleinen Kunstwerke durften wir dann selber auch den Preis bestimmen. Und die Spannung war groß, ob das Selbstgemachte bald verkauft wurde oder länger stehen blieb. Den Verkauf machte meine Großmutter. Ganz sicher bin ich mir nicht, ob sie manches verschenkt hat, damit es nicht zu lange herum steht. Geld interessierte uns damals noch nicht, unser Honorar: die Schmuckstücke am örtlichen Friedhof wieder zu entdecken.


Meine Großeltern leben inzwischen nicht mehr. Sie haben alle ein hohes Alter erreicht und eine große Familie hinterlassen.
Viele Menschen haben in letzter Zeit liebe Angehörige verloren.


Ein Teilnehmer in einem Training von mir, er ist 15, hat vor eineinhalb Jahren seinen Vater verloren. Danach wurde seine Mutter krank. Er hat sie bis vor drei Wochen zu jedem Arzttermin und ins Krankenhaus begleitet, um zu übersetzen. Die Familie kommt aus Serbien und die Mutter sprach kaum deutsch. Vor drei Wochen ist die Mutter gestorben. Der junge Mann lebt nun bei seinem älteren Bruder.


„Können wir etwas für Dich tun? Was brauchst Du?“ haben wir ausgebildeten Trainer und Coaches gefragt und haben eine Lektion bekommen.


Er senkte seinen Blick und sagte mit leiser und sanfter Stimme: „Wissen Sie, alles was ich brauche sind meine Eltern!“


Woher kommst Du? Wohin gehst Du? Wen liebst Du und von wem wirst Du geliebt?
Frag jemanden der gerade einen geliebten Menschen verloren hat!
Und frag Dich selber: „Womit bist du gerade beschäftigt?“


Einen herbstlichen Gruß
und alles Liebe
Georg Spirek